Dieses Konzept entstand im Rahmen meiner Dissertation 1997 (qualitative Sozialforschung innerhalb einer stationären Einrichtung) und wurde als Buch Gefangene ihrer Wahrheit (Schulbuchausgabe: Das Alter verstehen) veröffentlicht.
In dem Modell des Begegnungszentrum, geht es darum, dass das Haus keine >>totale Institution<< (Goffman 1973, 16), sondern eine >>gesprengte Institution<< (Mannoni 1978, 49) werden soll. Dies bedeutet, eine Institution, die >>Breschen<< (Mannoni 1977, 77), Öffnungen nach außen hat, in der das Individuum sich nicht wie gleichsam eingemauert erfährt. Es bedeutet ein Verlassen der Heimat (der schützenden Institution), die Vergrößerung des Risikos, das die geschlossene Institution verweigert, einen Ort zu schaffen, an welchem sich Selbstverwirklichung realisieren kann. Ziel eines solchen Zentrums soll die Begegnung gleichberechtigter Gegenüber sein, an welchem sich Menschen aller Generationen begegnen.
Begegnung wird möglich, wenn man gelernt hat, die Welt mit den Augen Anderer zu sehen.